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Elisabeth Schmal (1927-2021)

Elisabeth ist in Vitry-sur-Orne im Moselgebiet geboren und aufgewachsen. Am 25. August 1939 erhält sie bei einem Besuch bei ihrem Onkel in Saarbrücken ein Album mit Sammelbildern von Filmstars, die er für sie gesammelt hatte. Die Sammelbilder befanden sich in den Zigarettenpackungen, die er kaufte. Shirley Temple war dort neben Danielle Darrieux, Marika Rökk oder auch Marlene Dietrich zu sehen. Das Kino war damals noch für eine gewisse Zeit ein internationales Freizeitvergnügen.

Das Album wird bis zu ihrem Tod von Elisabeth sorgfältig aufbewahrt und spiegelt ihr Interesse am Kino wider, als sie noch ein junges Mädchen war. Das Album wird bis zu ihrem Tod von Elisabeth sorgfältig aufbewahrt und spiegelt ihr Interesse am Kino wider, als sie noch ein junges Mädchen war. Wenige Tage nach ihrem Urlaub in Saarbrücken bricht der Krieg aus. Sie wird ihre Leidenschaft für das Kino weiterhin pflegen, allerdings ausschließlich anhand der Filme, die die Nazis in dem Moselgebiet vorführen.

Elisabeth bezeichnet sich selbst als „Fan“ deutscher Filme. Zusammen mit ihren Freundinnen geht sie sehr oft ins Kino in den Städten rund um ihr Dorf (Rombas, Amnéville, Moyeuvre), um sich dort Filme anzusehen. Sie erinnert sich auch an einen Tag, an dem sie mit ihrer Mutter den Bus nahm, um „in die große Stadt Metz“ zu fahren, und dort den Film Rembrandt (1942, Hans Steinhoff) sah. Das muss wohl im Oktober desselben Jahres gewesen sein, als der Film zwei Wochen lang im Rex lief. Oder vielleicht zwei Jahre später, im Februar 1944, als er elf Tage lang im Scala wiederholt wurde?


Meine Eltern hatten keine Zeit, die Armen, sie mussten arbeiten. Mein Vater war in der Fabrik und hatte drei Arbeitsstellen. Wenn er nach Hause kam, na ja … Wir mussten Getreide für unsere Hühner und Kaninchen anbauen. An Essen mangelte es uns nicht, weil meine Eltern so viel gearbeitet haben. Es gab nur manchmal, wenn ich mich vor den Vorratsschrank stellte, die Tür öffnete und zu Mama sagte: „Hast du nicht vielleicht eine kleine Leckerei für mich?“ Es waren diese kleinen Leckereien, die mir fehlten… Aber ansonsten … Die Gänse und Hühner bedeuteten Arbeit. Deshalb haben sie sich das nicht gegönnt.“

Elisabeth und ihre Freundinnen sind begeistert von den beeindruckenden deutschen Filmen und den Liedern, die darin vorkommen.

Foto 75 : Bundesarchiv (Bild 146-2006-0197) – Porträt der Schauspielerin Marika Rökk (1913–2004).

Foto 76 : Alle Rechte vorbehalten – Porträt von Dannielle Darrieux (1917–2017).