Wanderausstellungen

Seit mehr als 20 Jahren hat das Mémorial Alsace-Moselle zahlreiche Ausstellungen konzipiert und der Öffentlichkeit präsentiert, die heute als Wanderausstellungen verfügbar sind. Sie können auf Anfrage kostenlos ausgeliehen werden und stoßen auf großes Interesse bei Gebietskörperschaften, Museen und touristischen Einrichtungen, Schulen, Vereinen und Unternehmen.

Für die Reservierung einer dieser Ausstellungen steht Ihnen nachfolgend ein Formular zur Verfügung.

Intoxiquée ! La jeunesse sous la botte nazie

Intoxiquée ! La jeunesse sous la botte nazie

Intoxiquée ! La jeunesse sous la botte nazie zeigt, wie das NS-Regime – sowohl in Deutschland als auch in den 1940 de facto dem Reich angegliederten Gebieten Elsass und Mosel – das Bildungssystem nutzte, um Jugendliche im Sinne der Ideologie zu formen und sie von anderen Einflüssen fernzuhalten.

Die „Vergiftung“ der Jugend durch die NS-Ideologie wird deutlich in Parolen wie: „Die Jugend dient dem Staat“ oder „Wer die Jugend hat, hat die Zukunft.“

Welche Schulbücher lagen auf den Tischen dieser Jugendlichen?
Was wurde ihnen in Geschichte, Mathematik und Literatur vermittelt?
Wie wurde die NS-Ideologie in den Lehrplänen verbreitet?
Welche Aktivitäten wurden außerhalb der Schule angeboten?
Welches Ziel verfolgte diese Indoktrination?

Ziel der Ausstellung ist es zu verdeutlichen, dass diese ideologische Beeinflussung letztlich darauf abzielte, die Gesellschaft von morgen zu kontrollieren.

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Héroïnes oubliées Laure Diebold - Marie Hackin

Héroïnes oubliées Laure Diebold – Marie Hackin

1.038 Gefährten der Befreiung, darunter nur 6 Frauen.
Eine Mosellanerinnen: Marie Hackin. Eine Elsässerin: Laure Diebold.
Beide wurden mit dem Ordre de la Libération, der höchsten Auszeichnung der Résistance, geehrt. Laure Diebold arbeitete an der Seite von Jean Moulin und Daniel Cordier, um die Résistance zu vereinen. Gefoltert und deportiert, hat sie niemals ein Geheimnis preisgegeben. Marie Hackin schloss sich im Juli 1940 General de Gaulle an und beteiligte sich an der Gründung des ersten Frauenkorps der französischen Armee.

Doch wer kennt heute noch ihre Namen außerhalb von Fachkreisen?
Diese Ausstellung zeichnet den Lebensweg dieser beiden Frauen nach, die von Beginn an gegen den Nationalsozialismus kämpften, deren Verdienste jedoch lange im kollektiven Gedächtnis im Schatten standen.

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Le camp de Schirmeck-La Broque

Le camp de Schirmeck-La Broque

Abgesehen von der ehemaligen Kommandantur und dem Gebäude der früheren Werkstätten sind nur noch wenige Spuren des Sicherungslagers Vorbruck-Schirmeck (Lager Schirmeck-La Broque) erhalten, da die Baracken nach dem Krieg abgerissen wurden, um Platz für ein Wohngebiet zu schaffen.

Die ersten Baracken wurden von der französischen Verwaltung errichtet, um elsässische Familien aufzunehmen, die nicht in den Südwesten Frankreichs evakuiert werden konnten.

Diese Ausstellung zeichnet die Geschichte dieses Sicherungslagers nach, durch das etwa 15.000 Männer und Frauen – Elsässer und Mosellaner, die sich dem NS-Regime widersetzten – gingen.

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Malgré elles

Malgré elles

Diese Ausstellung erzählt das schwierige und mitunter gewaltsame Schicksal junger Mädchen aus dem Elsass und der Mosel, die trotz allem in den nationalsozialistischen Alltag eingebunden wurden.
Deutschland bereitete jede Frau auf ihre Unterordnung unter den Führer, das Reich und den Mann vor.

Ein Lebensweg in drei Etappen: BDM zur Einführung, RAD für den Arbeitsdienst, dann KHD für den Kriegseinsatz.

Die Mädchen, die diesen Weg gingen, gerieten nach und nach in die Wirren einer brutalen und chaotischen Besatzung. Nach dem Krieg blieb ihnen oft die Scham des Schweigens und die Undankbarkeit der Männer, die sich lange den Ruhm des Mutes aneigneten.

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Gagner le match, les Alsaciens sous le maillot nazi

Gagner le match, les Alsaciens sous le maillot nazi

„Millionen von Körpern, durch Sport gestählt, erfüllt von Vaterlandsliebe und Gemeinschaftsgeist, werden innerhalb von zwei Jahren in eine Armee verwandelt.“
So formulierte Hitler dieses Ziel in Mein Kampf.

Nach der Niederlage Frankreichs im Juni 1940 werden das Elsass und die Mosel de facto in das Dritte Reich eingegliedert.
Das totalitäre Regime, das sich rasch etabliert, wirkt sich schnell auf alle Bereiche des täglichen Lebens aus.

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Malgré-eux, l'incorporation de force en Europe

Malgré-eux, l’incorporation de force en Europe

Mit der Gründung der Wehrmacht im Jahr 1935 beschränkte das deutsche Gesetz den obligatorischen Militärdienst auf die sogenannten „Reichsdeutschen“ (Bürger des Reiches).

Es war daher rechtlich nicht möglich, die Wehrpflicht auf die neu annektierten Bevölkerungen auszuweiten, ohne ihnen zuvor die deutsche Staatsangehörigkeit zu verleihen.

Um dieses Ziel zu erreichen, wählten die deutschen Behörden einen Teil dieser Bevölkerungen aus und erhoben sie zum Status von „Volksdeutschen“ (Deutsche nach Abstammung), basierend auf sogenannten „rassischen“ Kriterien, wie der Herkunft der Großeltern, oder kulturellen Kriterien, wie der gesprochenen Sprache.

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