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Lachen: beliebte Komödien

Komödien zählen zu den beliebtesten Genres dieser Zeit. Sieben Jahre Pech, einer der am häufigsten gezeigten Filme in den untersuchten Städten (449 Vorführungen), erzählt die Missgeschicke eines Mannes, der davon überzeugt ist, dass ihm sieben Jahre Unglück bevorstehen, nachdem er einen Spiegel zerbrochen hat, was ihn daran hindert, der Frau, die er liebt, seine Gefühle zu gestehen. Wolf Albach-Retty, der Vater von Romy Schneider, spielt die Hauptrolle an der Seite von Hans Moser und Theo Lingen. Ein weiterer großer Erfolg dieser Zeit war „Quax, der Bruchpilot“ (196 Vorführungen), in dem ein bescheidener Angestellter durch eine Reihe von Missverständnissen zum Piloten wird. Gespielt von Heinz Rühmann, verkörpert Quax den „kleinen Mann“, der den Zuschauern jener Zeit so am Herzen lag. Er ist tollpatschig, naiv, aber zutiefst sympathisch. Bis zu seinem Tod bleibt er eine Ikone des deutschen Kinos.

Singen und dem Alltag entfliehen: Musik- und Wienerfilme

Insgesamt ist Musik im deutschen Kino der 1930er und 1940er Jahre allgegenwärtig. In Musikfilmen spielt sie jedoch eine noch größere und zentrale Rolle. Lieder, Walzer, Operetten und Tanznummern begleiten zahlreiche Produktionen. Die Gesamt-Erfolgsliste belegt dies: Tanz mit dem Kaiser (310 Vorstellungen), Kora Terry (293 Vorstellungen), Wiener Blut (365 Vorstellungen), Operette (277 Vorstellungen) oder auch Die große Liebe (357 Vorstellungen) zählen zu den größten Erfolgen. Musikfilme bieten den Zuschauern eine Art Theater im Theater, indem sie zahlreiche Tanz- und Gesangsszenen enthalten.

Wiener Filme sind während des Krieges besonders beliebt. Als Alternative zu rein deutschen Kulturdarstellungen bieten sie den Zuschauern einen zeitlosen Zufluchtsort, angereichert mit Missverständnissen und skurrilen Handlungen. In „Wiener Blut“ kehrt eine Prinzessin in ihre Heimatstadt Wien zurück und möchte ihrem aus Deutschland stammenden Ehemann die lokale Kultur näherbringen. Die Handlung ist voller Missverständnisse und Wendungen, von denen eine skurriler ist als die andere. Operette würdigt das Wiener Musiktheater des späten 19. Jahrhunderts.

Eine beruhigende Welt wiederfinden: Heimatfilme

Heimatfilme nehmen den Zuschauer mit in Dörfer, Täler oder Berglandschaften, in denen Natur, Familie und Traditionen im Mittelpunkt stehen. Trotz aller Widrigkeiten wird die soziale und familiäre Ordnung am Ende immer wiederhergestellt. Auch sie zählen zu den großen Erfolgen des Kinos während des Krieges. Heimatland (232 Vorführungen) und Am Abend auf der Heide (141 Vorführungen) gehören neben Der Meineidbauer oder Wetterleuchten um Barbara zu den meistgezeigten Filmen.

Heimatfilme, die bereits vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten sehr beliebt waren, erlebten während des Krieges einen neuen Aufschwung. Sie vermitteln den Zuschauern ein idealisiertes Bild der deutschen Landschaft, die als Ort der Stabilität und Solidarität dargestellt wird. Da sie in den elsässischen Kinocharts, insbesondere in ländlichen Orten, häufiger vertreten sind, zeigen sie Berglandschaften, Dörfer und Traditionen, die einem Teil der Zuschauer vertraut erschienen sein dürften.

Foto 63 : BNUS – Werbeplakat für das Kino SCALA zum Programm mit dem Film (1941, Georg Jacoby) in der Woche vom 20. März 1942

Foto 64 : Privatsammlung William Gillespie – Filmplakat zu Die Große Liebe (1942, Rolf Hansen).

Foto 65 : Deutsches Filminstitut & Filmmuseum – Standfoto aus dem Film Heimatland (1939, Ernst Martin).